Deathstalker

Deathstalker

Originaltitel: Deathstalker
Genre: Fantasy • Abenteuer
Regie: Steven Kostanski
Hauptdarsteller: Daniel Bernhardt
Laufzeit: DVD (99 Min) • BD (103 Min)
Label: Lighthouse Home Entertainment
FSK 16

Deathstalker   07.11.2026 von MarS

Bislang hatte uns Regisseur Steven Kostanski gezeigt, dass er vor allem ein Händchen für bewusst trashige Horrorkomödien mit herrlich absurder und einfallsreicher Maskenarbeit sowie derben Splattermomenten besitzt. Nun liefert er uns mit Deathstalker das Remake zum gleichnamigen Sword & Scorcery Klassiker von Roger Corman aus dem Jahr 1983...

 

Inhalt

 

Einst tapferer Krieger unter dem Banner der Königin Abraxions streift der "Todesjäger" (Daniel Bernhardt) nun durchs Land, um die Schlachtfelder und die darauf gefallenen Soldaten um ihre Wertgegenstände zu erleichtern. Dabei gelangt er in den Besitz eines mysteriösen Amuletts, dass sich jedoch als verflucht entpuppt und an seinen Träger gebunden ist. Um das Amulett loszuwerden sucht der "Todesjäger" deshalb den Zauberer Doodad (Laurie Field, Stimme im Original: Patton Oswalt) auf, der ihm eröffnet, dass uralte Kräfte in dem Artefakt schlummern, weshalb sich der wiedergeborne Nekromant Necromemnon bereits auf der Suche nach ihm befindet, um durch dessen Macht die Herrschaft über Abraxion zu übernehmen. Verfolgt von Necromemnons untergebenem Diener Jotak (Paul Lazenby) und einer Armee von Monstern machen sich der "Todesjäger" und Doodad auf den Weg, um Necromemnons Pläne zu zerschlagen, und das Königreich vor dem Untergang zu bewahren. Unerwartete Hilfe bekommen sie dabei von der Diebin Brisbayne (Christina Orjalo)...

 

Egal ob die Handlung tatsächlich in diesem Jahrzehnt angesiedelt ist, oder die gesamte Inszenierung nur den entsprechenden Charme versprüht, die 80er sind zweifellos Steven Kostanskis Lieblingsjahrzehnt. Dementsprechend ist es nur konsequent, wenn er uns jetzt mit Deathstalker ein Remake liefert, dessen Original im Jahr 1983 das Licht der Welt erblickte, auch wenn Kostanski dem Ganzen gnadenlos seinen persönlichen Stempel aufdrückt. Elemente wie Sex und Nacktheit gleicht Deathstalker nun durch heftige Splatterszenen aus, die einen bereits nach wenigen Filmminuten an der Freigabe ab 16 Jahren zweifeln lassen, während die übrige Handlung durchzogen ist von wunderbar altmodischen, handgemachten Effekten und Masken sowie einem ordentlichen Maß an Humor, angefangen von zynischen Onelinern über Dialog- und Situationswitz bis hin zu einem Hauch von Slapstick - ohne Deathstalker dadurch gänzlich ins Lächerliche zu ziehen. Absurder Trash ohne ernstzunehmende Handlung aber mit viel Selbstbewusstsein und dem Herz am rechten Fleck, Deathstalker ist ein Kostanski wie man ihn sich wünscht und wie man ihn als Fan seiner Filme erfhofft. Gleichzeitig profitiert Deathstalker nicht nur vom großartig bizarren Creature-Design sowie den zahlreichen unterhaltsamen Ideen, die Kostanski hier (mal wieder) auffährt, sondern auch vom hervorragenden Soundtrack, produziert in Zusammenarbeit von Blitz/Berlin und dem Kult-Gitarristen Slash, der mit seinen rockigen Klängen für zusätzliche Energie und Dynamik sorgt. Dass Deathstalker so gut funktioniert ist zudem Hauptdarsteller Daniel Bernhardt zu verdanken, der mit seiner augenzwinkernden und physisch ausdrucksstarken Performance einfach perfekt besetzt wirkt und mit sichtlich Freude am Retro-Trash bei der Sache ist. 

 

Bildergalerie von Deathstalker (4 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Beim Bild der Blu-ray muss man keinerlei Abstriche im Vergleich zu wesentlich teurer produzierten Werken in Kauf nehmen. Das Bild zeichnet sich durch eine sehr gute Schärfe sowie hohen Detailgrad ebenso aus wie durch ausgewogen eingestellte Werte bei Konstrastumfang und Schwarzwert. Farben werden satt und strahlend wiedergegeben, wobei das Spektrum oftmals passend zum 80er-Jahre Flair stilisiert wurde. Akustisch kann die Blu-ray leider nicht vollends überzeugen, denn während das gesamte Sounddesign insgesamt etwas zu leise abgemischt wurde, fehlt es dem Geschehen hörbar an Kraft, worunter sowohl die Actionszenen leiden, als auch die Energie des Soundtracks etwas verloren geht. Die Sprachausgabe erfolgt dagegen durchwegs klar und verlustfrei.

 

Noch ein abschließender Hinweis:

Deathstalker liegt mit einer Freigabe ab 16 Jahren in seiner ungeschnittenen Fassung vor. Die höhere Freigabe der Mediabook-Edition ist dagegen dem ehemals indizierten und mittlerweile ab 18 Jahren freigegebenen Originalfilm aus dem Jahr 1983 geschuldet, der als Bonus-Film in den Extras des Mediabooks zu finden ist. 



Cover & Bilder © Lighthouse Home Entertainment - All rights reserved.


Das Fazit von: MarS

MarS

Deathstalker ist grobschlächtiger Unfug, absurder Fantasy-Retro-Trash, der sich nicht allzu ernst nimmt, und ein Abenteuer, das Gummi-Monster, Rock-Soundtrack und blutigen Splatter zu einer regelrechten Kunstform macht. Das ist alles extrem sinnlos, macht aber unglaublich viel Spaß. Wo Steven Kostanski draufsteht, ist eben auch Steven Kostanski drin - und das ist auch gut so! Deathstalker beweist, dass das Sword & Scorcery Genre nicht tot ist, sondern es nur jemanden braucht, der den Mut hat sich bewusst diesem trashigen Unsinn mit voller Hingabe zu widmen. Bitte mehr davon!


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