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Primitive War
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BEWERTUNG |
04.04.2026 von MarSWenn ein Vietnam-Kriegsfilm auf Dinosaurier-Action trifft, dann klingt das doch sehr stark nach einem trashigen Kandidaten für die SchleFaZ-Reihe. Warum man sich allerdings von Primitive War nicht täuschen lassen sollte, das erfahrt Ihr in unserer Kritik...
1968. Der Vietnamkrieg tobt. Inmitten des Krieges ist es die Aufgabe der "Vulture Squad" unter der Führung von Sergeant First Class Ryan Baker (Ryan Kwanten), unliebsame Spezialaufträge zu erledigen. Für ihre neueste Mission wird die "Vulture Squad" in ein isoliertes Dschungeltal geschickt, um dort nach einem verschollenen Green-Beret-Platoon zu suchen, zu dem plötzlich der Kontakt abgebrochen ist. Was wie eine einfache Aufklärungsmission klingt, entpuppt sich jedoch als tödliche Falle, denn im Tal lauern Kreaturen, die eigentlich als ausgestorben galten. Während die Männer ums nackte Überleben kämpfen, stoßen sie auf die sowjetische Wissenschaftlerin Sofia Wagner (Tricia Helfer), die ihnen schließlich die erschreckende Wahrheit hinter der prähistorischen Bedrohung offenbart...
Natürlich. Die Handlung von Primitive War ist völlig absurd und schreit regelrecht nach einem klassischen C-Movie, das vor allem durch miese Effekte, dumme Dialoge, austauschbare Charaktere und eine uninspirierte Erzählung glänzt. Doch schon die ersten Minuten machen klar: Trotz des tatsächlich vergleichsweise geringen Budgets von gerade einmal 7 Millionen Dollar ist Primitive War nicht nur absolut hochwertig in Szene gesetzt, sondern wirklich darum bemüht, eine Geschichte zu erzählen - auch wenn eben diese dadurch selbstverständlich nicht weniger absurd wird. Für den immerhin inhaltlich trashigen Beigeschmack wird man jedoch angemessen mit Schau- und Unterhaltungswerten entschädigt, angefangen vom Vietnam-Kriegsfilm-typischen Rock-Soundtrack über Figuren, die durchaus sympathisch sind und sogar genreuntypisch mit ein wenig mehr Tiefe ausgestattet wurden, bis hin zu den knackigen Actionszenen, sei es in Form von klassischen Kriegsfilm-Momenten oder auch bluttriefenden Begegnungen mit Dinosauriern. Und Dinosaurier gibt es hier eine Menge, wobei diese nicht nur unerwartet gelungen - und wissenschaftlich auf dem aktuellsten Stand - anzusehen sind, sondern in ihrer Vielfalt und Variation sogar dem ein oder anderen Teil der Jurassic Park - Reihe die Show stehlen. Das alles ist im Gesamtbild so herrlich überzogen und legt dabei einen so (durchaus passenden) Ernst an den Tag, das es einfach nur unglaublich viel Spaß macht, und Primitive War damit zu einem absolut unterhaltsamen Streifen macht, der so manche Hochglanz Hollywood-Produktion alt aussehen lässt...
Details der Blu-ray
Ein paar auffällige CGI-Einsätze hier und da, ein paar Fokussierungsunschärfen beziehungsweise Unschärfen durch den Einsatz von Computereffekten, und ein nicht immer perfekt eingestellter Kontrast - das alles sind Mängel, die man bei der im Übrigen sehr scharfen, detailfreudigen und ansprechenden Blu-ray problemlos ignorieren kann. Die Farbdarstellung ist ausgewogen und natürlich, der Kontrastumfang sowie der Schwarzwert sind in den meisten Szenen auf sehr gutem Niveau, und ganz allgemein weiß das Bild der Blu-ray durchwegs zu gefallen. Die Tonspur zeichnet sich durch ihre dynamische, kraftvolle und räumliche Abmischung aus, ebenso wie durch die stets klare und verlustfreie Dialogwiedergabe. Der Subwoofer kommt immer wieder gezielt zum Einsatz, während sich das übrige Sounddesign sowie der stilsichere Soundtrack genauso stimmig im Raum verteilen, wie differenziert zu ortende Effekte und Umgebungsgeräusche. Cover & Bilder © Splendid Film GmbH Das Fazit von: MarS
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