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Yeti
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BEWERTUNG |
01.11.2026 von MarSWenn es nach dem Langfilm-Regiedebüt der beiden Filmemacher Gene Gallerano und William Pisciotta geht, dann ist der Yeti kein mythischer Schneemensch aus dem Himalaya, sondern ein prähistorisches Wesen, dass in Alaska sein Unwesen treibt. Aber wer wird denn schon kleinlich sein, wenn man dafür einen so herrlich altmodischen Creature-Horrorfilm wie Yeti spendiert bekommt...?
1947. Nachdem der Öl-Magnat Merriell Sunday Senior (Corbin Bernsen) und der Abenteurer Hollis Bannister (William Sadler) im Verlauf einer Expedition in Alaska gemeinsam mit ihrem gesamten Team verschwunden sind, machen sich Merriell Sunday Junior (Eric Nelsen) und Bannisters Tochter Ellie (Brittany Allen), die bisher lediglich als Kartografin gearbeitet hatte, auf die Suche nach den Vermissten. Inmitten der eisigen Wildnis werden sie jedoch schon bald selbst von der Kreatur gejagt, die auch das ursprüngliche Team angegriffen hatte...
Ein Yeti (oder wahlweise prähistorischer Affe) als fiese Kreatur, die eine Gruppe bestehend aus Klischeefiguren dezimiert, alles aus Budgetgründen gedreht auf einer klassischen Soundstage. Das klingt direkt nach einem trashigen C-Movie mit miserablen Effekten und jeder Menge Sinnlosigkeit. Gene Gallerano und William Pisciotta belehren uns jedoch recht schnell eines Besseren, denn Yeti (je mehr man über den Titel nachdenkt, desto weniger Sinn macht er eigentlich) sieht nicht nur allgemein sehr hochwertig aus, sondern punktet zudem auch noch durch eine stimmungsvoll eingefangene Location, eine hervorragende Atmosphäre sowie gelungene Effekte und sehr ansprechende Maskenarbeit, während die Geschichte zwar lediglich zweckdienlich ausfällt und äußerst vorhersehbar abläuft, ihr Ziel jedoch trotzdem nicht verfehlt. Schade ist hier eigentlich nur, dass die titelgebende Kreatur realtiv selten tatsächlich in Erscheinung tritt, und im Falle eines Angriffs alles recht schnell und zudem etwas hektisch abgehandelt wird. Der Gorefaktor passt, der Spannungsbogen trotz aller Vorhersehbarkeit auch, und die Darsteller agieren allesamt irgenwo zwischen solide und souverän. Insgesamt bietet Yeti am Ende gelungene und unterhaltsame Creature-Horrorkost ohne große Ecken und Kanten aber mit angenehm nostalgischem Flair sowie ordentlichen Effekten, und liefert damit letztendlich genau das, was Genrefans sehen möchten - nicht mehr, aber eben auch nicht weniger...
Details der Blu-ray
Die Blu-ray liefert eine gute Schärfe mit ordentlichem Detailgrad. Kontrast und Schwarzwert sind sauber eingestellt, wobei der Schwarzwert gelegentlich ein wenig ins Gräuliche abfällt. Eine feine Körnung ist vorhanden, wirkt sich aber nicht störend auf das Gesamtbild aus, sondern fügt sich harmonisch in den Retro-Look der Inszenierung ein. Die Tonspur bietet eine angenehme, gut ausbalancierte Abmischung und zeichnet sich vor allem durch gezielt ortbare und damit sehr atmosphärische Umgebungsgeräusche aus, wogegen das übrige Sounddesign zwar kraftvoll, aber ohne zusätzliche Highlights wiedergegeben wird. Die Sprachausgabe erfolgt durchwegs verlustfrei und gut verständlich. Cover & Bilder © Plaion Pictures Das Fazit von: MarS
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