Mystery House

Mystery House

Genre: Escape Game • Brettspiel
Autor: Antonio Tinto
Illustrator: Alessandro Paviolo, Daniela Giubellini
Spieleverlag: Schmidt Spiele GmbH
Empfohlenes Alter: 12
Spieldauer: 60 Minuten
Anzahl Spieler: 1-5

Mystery House   11.11.2021 von Born2bewild

Auf manche Dinge lohnt es sich zu warten. Vielleicht auf die Öffnung der Clubs und Restaurants in unserem großen Corona-Escape Game, aber ganz sicher auf Mystery House, auf das wir seit der Messe in Nürnberg fast ein Jahr gewartet haben. Warum man, nachdem man aus diesem Haus entkommen ist, auch gleich wieder rein möchte, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Spielmaterial und Aufbau

 

Schon die Verpackung von Mystery House macht einen sehr guten Eindruck. Sie ist etwas angeraut und geprägt, erinnert von der Gestaltung aber fast schon etwas an einen Horrorfilm. Doch wer sich traut, die Verpackung zu öffnen, der wird belohnt werden. Im Inneren befinden sich das sogenannte Mystery House. Ein Karton mit vielen Schlitzen auf der Oberseite und vielen Sichtfenstern auf jeder Seite. Diese sind mit einem Raster aus Buchstaben und Zahlen versehen, sodass jeder der Schlitze auf der Oberseite eindeutige Koordinaten erhält. Der Karton lässt sich ähnlich wie eine normale Spielschachtel öffnen und besteht aus dem Deckel und einem Unterteil, das natürlich passende Aussparungen zu den Öffnungen im Deckel enthält, aber auch einen Kunststoffeinsatz, der das Gegenstück zu den Schlitzen im Deckel darstellt. Im Inneren befindet sich ein Plastikbeutel, zwei Kartons und eine Anleitung. Im Plastikbeutel befindet sich das Spielmaterial für ein zehnminütiges Tutorial, das einem das Spielprinzip näherbringen soll. Die Kartons sind zwei vollwertige Abenteuer, die jeweils eine Stunde in Anspruch nehmen sollen. Insgesamt macht das Spielmaterial einen sehr guten Eindruck. Die Ortskarten der Abenteuer könnten vielleicht etwas dicker sein, aber gerade der Karton ist sehr robust.

 

Vor der ersten Partie muss man sich dann erst einmal die kostenfreie Mystery House App herunterladen. Diese leitet einen durch den Spielverlauf und ist für die Eingabe von Codes und Kombination von Objekten notwendig. Vor jeder Partie muss man sich natürlich für ein Abenteuer entscheiden. Positiv sei hierbei zu erwähnen, dass alles Spielmaterial gleich bleibt und man so die Abenteuer häufiger spielen könnte. Allerdings kennt man dann ja schon die Lösungen. Aber so kann man sich zumindest im Freundeskreis durchtauschen. Zur Spielvorbereitung gehört als erstes das Einstecken der Kärtchen für die einzelnen Räume. Dabei sollte man darauf achten, dass man, abgesehen von den oben aufgedruckten Koordinaten, nichts anguckt. Hier fällt das Spiel auch wieder positiv auf, denn die Ortskarten sind auf beiden Seiten mit unterschiedlichen Koordinaten bedruckt. Je nachdem, von welcher Seite man guckt sind es andere Koordinaten, die der Blickrichtung auf das Haus entsprechen. Beim Tutorial geht die Vorbereitung noch relativ schnell. Bei den beiden beiliegenden Szenarien dauert es etwas länger. Wichtig ist, beachtet bitte den Hinweis der Anleitung, die Aussparungen der einzelnen Ortskarten herauszudrücken. Außerdem sollte man das Spiel auf eine Erhöhung (zum Beispiel andere Spielschachteln) stellen, damit man ohne größere Verrenkungen in das Haus reinsehen kann. Nachdem man alle Kärtchen eingesteckt hat und die Objektkarten als Vorrat bereitgelegt hat, startet man das Szenario in der App und es kann losgehen…

 

Ziel des Spiels

 

Das Ziel des Spiels wird zu Beginn eines jeden Szenarios durch den Text der App (?) vorgegeben. Im Endeffekt handelt es sich hierbei um eine Art Escape-Game, in dem das Mystery House eine Rolle spielt. Nach sechzig Minuten sollte man die gestellten Rätsel gelöst haben und den Epilog vor sich haben. Das Spiel ist allerdings nach einer Stunde nicht verloren. Man erhält lediglich in der Endwertung in Form von bis zu fünf Sternen weniger Sterne.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung zu Mystery House ist sehr übersichtlich und sehr schnell gelesen. Es werden die grundsätzlichen Spielmechaniken erklärt, der Rest ist im Endeffekt selbsterklärend. Alles was man sieht, kann ein Hinweis sein und über die App ausgewählt werden. Nach circa fünf Minuten sollte man hier durch sein.

 

Der Fluchtversuch aus dem Haus…

 

Von der App erhält man zu Beginn eine Art Missionsbeschreibung, was genau das Mystery House darstellt und was zu tun ist, um zu entkommen. Nun blicken alle Spieler (auf Grund der vier Seiten sind maximal vier Spieler ideal), von außen in das Mystery House und versuchen Hinweise und Objekte zu entdecken. Findet man etwas, gibt man die Koordinaten des Kärtchens in die App ein und erhält eine Auswahl an allgemeinen Objekten. Man wählt das, das dem Gesehenen am ähnlichsten scheint, aus und erhält so von der App eine Anweisung eine Objektkarte zu nehmen oder eine Zeitstrafe, wenn es das Objekt an dieser Stelle nicht gibt. Ähnlich verhält es sich bei Codes oder Kombinationen von Objekten. Alles wird hier über die App gesteuert und ausgewertet. Hat man irgendwann eine Tür geöffnet, erhält man von der App die Anweisung, einige der Raumkarten herauszunehmen und beiseite zu legen. So erhält man wiederum Einblick auf weitere Räume und Hinweise. Interessant ist dabei, dass man alles, was man sieht auch als Hinweis erkennen kann. Allerdings zum Beispiel eine Tür durch ein Fenster nicht öffnen, sondern eben nur nach optischen Hinweisen durchsuchen kann. Manche Objekte kann man auch nur mit Hilfsmitteln erreichen. So schreitet man immer weiter durch das Szenario bis man schließlich das finale Rätsel gelöst hat und die App einem den Epilog ausgibt. Anschließend erhält man noch eine Schlusswertung in Form von Sternen. Nun kann man die ganzen Karten wieder zurück in die beigelegte Box verfrachten und das nächste Abenteuer beginnen.

 

Bildergalerie von Mystery House (7 Bilder)

Lieferumfang

 

  • Spielbrett
  • 2 Abenteuerboxen
  • 1 Tutorial-Abenteuer
  • Ortskarten
  • Objektkarten


Cover & Bilder © Cover: Schmidt Spiele / Bilder im Artikel und Teaserbild: www.sofahelden.de


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Ich habe Mystery House auf der Spielwarenmesse in Nürnberg das erste Mal gesehen und seitdem darauf gewartet und muss ganz klar sagen: es hat sich gelohnt. Das Spielbrett in Form dieses 3D-Hauses ist sehr innovativ und sehr gelungen. Zum Spielen braucht es definitiv ein Podest, da man sonst sehr schnell einen steifen Nacken bekommt. Außerdem sind Taschenlampen oder die Lampen der Smartphones sehr nützlich und teils erforderlich. Alles in Allem ist das Spiel sehr gelungen und hat verdient den Toy Award 2020 erhalten. Von meiner Seite eine klare 10/10.

 

Josi:

Ich kann mich Alex nur anschließen. Das Spielprinzip und die Idee dahinter sind wirklich richtig gut gelöst. Das Haus ist so um viele Missionen erweiterbar und die eine oder andere Erweiterung landet garantiert auf unserem Tisch. Bei uns erkannt man auf den Bildern drei weitere Spielschachteln. Davon nicht irritieren lassen, wir haben einen Tisch mit Vertiefung und mussten somit auch diese Differenz noch ausgleichen. Aber wie Alex schon schrieb, ist eine Erhöhung sicher sinnvoll, sodass die Fenster in Augenhöhe sind, wenn man sich auf den Tisch an die Schachtel heranbeugt. Das muss man sowieso, da man sonst nicht alles erkennen kann an Hinweisen. Tipp von mir: Die Augen haben keine Scheuklappen.


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