![]() |
Omukade
|
BEWERTUNG |
04.10.2026 von MarSMit Omukade präsentiert das thailändische Regie-Duo Chalit Krileadmongkon und Pakphum Wongjinda eine Art Prequel zu ihrem Creature-Horrorfilm Creepy Crawly. Busch Media Group veröffenlicht auch diesen Monster-Horror auf DVD und Blu-ray...
Thailand, 1945. Während der Zweite Weltkrieg tobt, versuchen die japanischen Besatzungsmächte mit Hilfe von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen eine Eisenbahnlinie quer durchs Land zu bauen. Als einigen dieser Arbeiter die Flucht gelingt, landen sie angeführt von der Rebellin Sanor (Narilya Gulmongkolpech) in einer stillgelegten Mine, die sie an die Landesgrenze nach Burma führen soll. Doch in den Höhlen lauert eine tödliche Kreatur, die keinen Unterschied zwischen den Flüchtlingen und ihren Verfolgern macht...
Zu Beginn gleich eine Entwarnung: Auch wenn Chalit Krileadmongkon und Pakphum Wongjinda ihren zweiten Creature-Horror als Prequel zu Creepy Crawly konzipiert haben, funktioniert Omukade auch problemlos ohne jegliche Vorkenntnisse. Eine offensichtliche oder inhaltliche Verbindung zwischen den beiden Filmen gibt es nämlich nicht...
...außer vielleicht, dass Omukade mit ähnlichen Schwächen zu kämpfen hat. Anstatt einer Kreatur aus der thailändischen Folklore geht es dieses Mal um ein japanisches Yokai, und das Geschehen wurde von einem Corono-Lockdown in einem Hotel in Bangkok in eine unterirdische Mine während des Zweiten Weltkriegs verlegt. Im Übrigen jedoch bleibt das thailändische Regie-Duo der klassischen Linie eines Creature-Horrorfilms treu, erspart dem Publikum allerdings eine allzu ausführliche Exposition, und verschwendet damit keine Zeit für Charaktervertiefungen oder einen ausführlichen Storyaufbau. Omukade legt ziemlich flott los, und fokussiert sich im Verlauf vor allem auf zahlreiche Creature-Szenen, die sehr abwechslungs- und temporeich inszeniert wurden. Dabei betrifft diese Abwechslung allerdings nicht nur die Form, in der die Kreatur in Erscheinung tritt, sondern auch die Qualität der Effekte. Während die praktischen und handgemachten Effekte und Masken nämlich absolut überzeugend und ansprechend ausgefallen sind, wirken die meisten der CGI-Effekte überaus unnatürlich und fremdartig, wodurch die grundsätzlich dichte Atmosphäre der düsteren Umgebung immer wieder unterbrochen wird. In diesem Bereich hatte Creepy Crawly den CGI-Einsatz weitaus besser und ansehnlicher gestaltet. In Sachen Gore und Bodyhorror machen Chalit Krileadmongkon und Pakphum Wongjinda jedoch auch dieses Mal wieder keine Gefangenen, was für ausreichend Unterhaltung und ekeligen Spaß sorgt. Schwachpunkte sind dagegen auch beim Prequel sowohl die Figurenzeichnung als auch die Handlung, die einfach zu oberflächlich und klischeehaft bleiben, und echte Identifikationsfiguren ebenso vermissen lassen wie eine fesselnde Geschichte. Immerhin bleibt das Prequel damit der Linie des ersten Teils treu, und führt diese konsequent fort...
Details der Blu-ray
Die Blu-ray liefert eine gute Bildqualität mit ordentlicher Schärfe und solidem Detailreichtum. Der Kontrastumfang ist etwas zurückhaltend, ebenso fällt der Schwarzwert immer wieder ins Gräuliche ab. Gelegentlich auftauchendes Banding trübt zusätzlich den Gesamteindruck. Die Tonspur erweist sich ebenfalls eher als zweckdienlich denn akzentuiert oder sauber ausbalanciert, wobei die Sprachausgabe etwas zu "aufgesetzt" klingt. Insgesamt eine ordentliche Veröffentlichung, die jedoch noch ausreichend Luft nach Oben gehabt hätte. Cover & Bilder © Busch Media Group GmbH Das Fazit von: MarS
|
|

Inhalt



Kommentare[X]