Pokémon Meisterdetektiv Pikachu

Pokémon Meisterdetektiv Pikachu

Originaltitel: Pokémon Detective Pikachu
Genre: Fantasy • Abenteuer
Regie: Rob Letterman
Hauptdarsteller: Ryan Reynolds • Justice Smith • Kathryn Newton
Laufzeit: Streaming (104 Min)
Label: Warner Home Video
FSK 6

Pokémon Meisterdetektiv Pikachu   11.05.2019 von LorD Avenger

Nachdem mit Pokémon Go die beliebten Taschenmonster bereits gewissermaßen die reale Welt unsicher machen, kommen sie nun auch endlich mit ihrem allerersten Live Action-Film auf die große Leinwand...

 

Inhalt

 

Tim Goodman, einst ein riesiger Pokémon-Fan mit gigantischen Ambitionen hinsichtlich einer Karriere als Trainer, ist nun mit Anfang 20 ein Pokémon-loser Versicherungsvertreter. Die erschütternde Nachricht, dass sein in Ryme City ansässiger Vater bei einem Autounfall ums Leben kam, bringt auch ihn in die Großstadt. Das Besondere an Ryme City ist die Regelung, dass es dort keine Trainer, keine Kämpfe und keine Arenen gibt. Der Gründer Howard Clifford erbaute die Stadt auf dem Grundsatz das Menschen und Pokémon friedlich miteinander leben sollen. Als Tim das Apartment seines Vaters leerräumen möchte, wird er allerdings von einem ungebetenen Gast überrascht: ein Detektivhut tragendes Pikachu, welches er zu allem Überfluss auch noch verstehen kann. Das freche Ding ist ebenso schockiert wie er, beide tun sich aber spontan zusammen als sie von einer Horde wild gewordener Affen-Pokémon angegriffen werden. Pikachu besteht darauf, dass sein Partner und somit Tims Vater noch am Leben sei und die beiden ziehen los in den gefährlichen Untergrund von Ryme City, um eine weitreichende Verschwörung aufzudecken, die das 20 Jahre verschwunden geglaubte Super-Pokémon Mewtu betrifft...

 

Als Nintendo zum 20-jährigen Jubiläum des Franchises ihren großartigen Pokémon Go-Trailer während der legendären Halbzeit-Show des Super Bowls veröffentlichten, erkannten wir Fans erstmals was uns noch fehlte: Live Action-Pokémon. Ein Mewtu das am Times Square für Chaos sorgt, echte Menschen die echt aussehende Pokémon fangen, streicheln und mit ihnen kämpfen. Auch wenn das Smartphone-Spiel nicht das hielt was der Trailer versprach, so führte er immerhin wenige Monate später zu den ersten Filmverhandlungen. Das ebenfalls 2016 erschienende 3DS-Spiel Detektiv Pikachu bot gleichzeitig die ideale Grundlage fürs Skript, das dieses Mal endlich nicht auf Ash Ketchum basieren sollte.

 

Bildergalerie von Pokémon Meisterdetektiv Pikachu (7 Bilder)

Meisterdetektiv Pikachu überzeugt in Sachen Optik speziell durch seine Neuinterpretation des Pokémon-Looks. Um die 1995 ursprünglich entstandenen Kreaturen im Beisein der realen Schauspieler nicht zu künstlich erscheinen zu lassen, hat man große Mühen betrieben um Fell und Schuppen anzubringen, wo man es von den Zeichnungen bisher nicht gewohnt war. Bei zuvor sehr "glatt" erschienenen Pokémon wie Relaxo oder speziell auch Pummeluff wirkt das flauschige Fell beispielsweise noch deutlich gewöhnungsbedürftiger als die groben Schuppen am Drachen Glurak, aber unterm Strich funktioniert der Look sehr gut und ebenso das Zusammenspiel mit den Darstellern. Hauptaugenmerk ist aber natürlich auf Publikumsliebling Pikachu gerichtet, mit dessen Fell und Bewegungen man sich besonders viel Mühe gegeben hat. Die ungewöhnlicher Weise sprechende Elektromaus bekam die wundervolle Stimme von Ryan Reynolds spendiert und auch die Gesichtsbewegungen wurden wohl per Motion-Capture direkt vom Gesicht des Stars übertragen. Beide Aspekte sind technisch ganz großartig gelungen.


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Meisterdetektiv Pikachu spielt im selben Universum wie die Videospiele der Hauptreihe, allerdings in einer eigenen losgelösten Geschichte, in der es überhaupt nicht ums Kämpfen geht. Dieser neue Ansatz bietet auch einem Mainstream-Publikum, welches bisher nicht sonderlich viel Kontakt mit dem Franchise hatte, einen guten Einstieg und verhindert, dass eingesessene Fans zu sehr mit den jährlichen Anime-Filmen vergleichen. Abgesehen vom großen Namen Ryan Reynolds und der Gastrolle von einem Ken Watanabe, der ein wenig künstlich als Zuckerl für das japanische Publikum eingefügt wurde, bietet der Cast keine sonderlich bekannten Gesichter. Leider ist auch die Geschichte sehr flach und der finale Kampf gegen den Bösewicht ein absoluter Witz, aber durch die schönen und meist auch sehr gut funktionierenden CGI-Pokémon, Pikachus frechem Charme und dem tollen Twist am Ende, den ich absolut nicht vorhergesehen habe, unterhält Meisterdetektiv Pikachu erheblich besser als die meisten anderen Videospielverfilmungen die man gewohnt ist.


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