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Hungry
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BEWERTUNG |
11.10.2026 von MarSMit seinem Creature-Horrorfilm Shark Bait hatte Regisseur James Nunn bereits bewiesen, dass er ein Gespür für unterhaltsame Genrebeiträge besitzt. Ob ihm das auch gelingt, wenn seine Bedrohung nicht ganz so alltäglich wie durch einen Hai ausfällt, das erfahrt Ihr in unserer Kritik zu Hungry...
Um ihre Freundin Sistine (Madison Davenport) von einigen persönlichen Rückschlägen abzulenken hat sich Hannah (Olivia Bernstone) sich dazu entschieden, sie während ihres Urlaubs in New Orleans mit einer Alligator-Tour durch die abgeschiedene Sumpflandschaft zu überraschen. Gemeinsam mit einer kleinen Reisegruppe betreten sie schon am nächsten Morgen das Boot des Tourguides Rodrigo (Michel Curiel), der ihnen ein Treffen mit "Big Ben" verspricht, dem wohl größten bekannten Alligator in Louisiana. Tief in den Sümpfen finden sie allerdings nur noch den leblosen Kadaver des Tieres vor, und noch bevor sie die Lage überhaupt realisieren können, wird das Boot plötzlich angegriffen und zum kentern gebracht. Abseits ihrer geplanten Route kann die Gruppe nur auf Hilfe hoffen, während sie mit einer unerwarteten Bedrohung konfrontiert wird: einem riesigen Flusspferd, das es auf die Eindringlinge abgesehen hat...
Haie, Spinnen, Krokodile, Schlangen - Kaum eine Bedrohung, die im Creature-Horrorfilm noch nicht auf die Opfer losgelassen wurde, wobei Haie wohl noch immer die ungeschlagenen Spitzenreiter sind, wenn es um eine schnelle Creature-Nummer geht. Regisseur James Nunn hat sich nach seinem klassischen Hai-Horror allerdings dazu entschieden, seinem Publikum etwas Neues zu präsentieren, und lässt nun ein Flusspferd in den Sümpfen Louisianas toben. Was das Tier ausgerechnet dort zu suchen hat, das wird zwar durch Nunns eigens verfasstes Drehbuch nur lapidar erklärt, aber immerhin ausreichend genug, um das Ganze nicht gänzlich absurd wirken zu lassen. Und grundsätzlich ist nicht nur die Idee sehr ansprechend, sondern eben auch komplett unverbraucht. Allerdings hat Hungry ähnliche Stärken und leider auch Schwächen, wie dies bereits bei Nunns Shark Bait der Fall gewesen ist. So ist der Flusspferd-Horror einerseits handwerklich souverän inszeniert, überzeugt durch solide agierende Darsteller und schöne Naturaufnahmen, und sieht auch im Bereich der tierischen Bedrohung mit seinem Mix aus praktischen Effekten und CGI-Animationen wirklich gut aus, ohne jemals trashig oder allzu künstlich zu wirken. Dem gegenüber stehen allerdings auch dieses Mal schablonenhafte, austauschbare Figuren, die einem überwiegend herzlich egal sind, sowie vor allem ein mangelhafter Spannungsbogen, der trotz einer überschaubaren Laufzeit von 90 Minuten für einige unnötige Längen sorgt. Geschuldet ist das vor allem der Tatsache, dass die eigentliche Bedrohung lange Zeit unbeachtet bleibt und überhaupt nicht zu sehen ist, während die menschlichen Opferfiguren einige äußerst dumme Entscheidungen treffen, und sich dabei nur im Umkreis eines gekenterten Bootes sowie ein paar aus dem Sumpf ragenden Bäumen bewegen. Greift der tonnenschwere Koloss dann zwischendurch doch einmal an, passiert das Alles so schnell und zumeist im Off, dass auch dann kaum Atmosphäre oder eine ernstzunehmende Gefahrensituation entsteht. Erst im Finale nimmt Hungry dann wirklich Fahrt auf und lässt das Flusspferd endlich von der Leine, was für einen tempo- und actionreichen Höhepunkt sorgt, der durchaus eine Menge Laune macht...
Details der Blu-ray
Leider ist das Bild der Blu-ray nicht allzu überzeugend ausgefallen. Während sich Schärfe und Detailgrad nur auf einem soliden Niveau bewegen, wirken sich zudem ein ausgeprägtes Korn sowie zahlreiche weichere Aufnahmen negativ auf das Gesamterlebnis aus. Der Schwarzwert ist durchaus satt und kräftig, verschluckt jedoch in einigen Nachtszenen zahlreiche Details. Lediglich in Closeups sowie bei den Landschaftsaufnahmen weiß das Bild wirklich zu überzeugen. Die Tonspur erweist sich dagegen als gut ausbalanciert und atmosphärisch, wobei die Sprachwiedergabe durchwegs verlustfrei und gut verständlich erfolgt. Cover & Bilder © LEONINE Distribution GmbH - Alle Rechte vorbehalten. Das Fazit von: MarS
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