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Sisu: Road to Revenge
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BEWERTUNG |
04.02.2026 von MarSDer Unsterbliche ist zurück. Nachdem er im finnischen Überraschungs-Actionhit Sisu bereits jede Menge Nazis ins Jenseits schicken durfte, bekommt es der wortkarge Einsiedler Aatami Korpi in der Fortsetzung Sisu: Road to Revenge nun mit der Roten Armee zu tun. Von uns erfahrt Ihr, ob Regisseur und Drehbuchautor Jalmari Helander (Rare Exports, Big Game) erneut für blutigen Spaß sorgen kann...
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben sich die Grenzen Finnlands verschoben, und große Teile des Landes gehören nun zur Sowjetunion. Ein letztes Mal kehrt der vom Krieg geschundene Soldat Aatami Korpi (Jorma Tommila) zu dem Haus zurück, in dem seine Familie ermordet wurde, um es zu zerlegen und im Gedenken an seinen Verlust an einem sicheren Ort wieder aufzubauen. Auf seiner Reise trifft Korpi allerdings auf den ehemaligen Kommandanten der Roten Armee Igor Draganov (Stephen Lang), der den legendären "Unsterblichen" im Auftrag seines Vorgesetzten (Richard Brake) endgültig aus dem Weg räumen soll. Doch Korpi macht den Jäger kurzerhand zum Gejagten, denn bei Draganov handelt es sich ausgerechnet um denjenigen Befehlshaber, der den Tod seiner Familie zu verantworten hat...
Neue Gegenspieler, dieses Mal sogar mit bekannten Gesichtern besetzt, eine kaum abgewandelte Geschichte ohne viel Anspruch oder Tiefgang, und das Ganze mit dem doppelten Budget inszeniert. Sisu: Road to Revenge bietet seinem Publikum exakt das, was man nach der brachialen und völlig überzogenen Spaß-Action des Vorgängers erwartet. Einerseits wird die Handlung nur als Mittel zum Zweck angepasst, ansonsten aber weitestgehend kopiert, andererseits steigert die Fortsetzung einfach nochmal in allen Bereichen die Schauwerte, und bringt das Fass der übertriebenen, irrsinnigen und oftmals völlig absurden Action damit regelmäßig zum Überlaufen. Abgesehen vom durchaus emotionalen Einstieg lässt es Sisu: Road to Revenge dabei dermaßen krachen, dass jeglicher im ersten Teil noch vorhandene Ernst fast gänzlich verschwindet, und das Geschehen sich einfach nur noch genüsslich darauf fokussiert, den Zuschauer zu unterhalten. Und das gelingt mit dem zweiten Teil mehr als hervorragend, denn wer bereits mit Sisu seinen Spaß hatte, der kommt auch mit Sisu: Road to Revenge voll und ganz auf seine Kosten. Als stilistische Mischung aus Neo-Western und durchgeknalltem Roadmovie á la Mad Max: Fury Road sowie untermalt vom erneut wunderbar abwechslungsreichen und stets atmosphärischen Score Juri Seppäs und Tuomas Wäinöläs steht Sisu: Road to Revenge seinem Vorgänger damit in nichts nach, und lässt keinen Zweifel daran, dass splattrige und gänzlich übertriebene Action, schwarzer Humor und ein stoischer, wortkarger Held einfach immer wieder auf ein Neues eine spaßige Auszeit garantieren...
Details der 4K UHD
Die 4K UHD liefert ein knackig scharfes, sehr detailfreudiges Bild mit satter, absichtlich leicht überstrahlender Farbgestaltung sowie einem hervorragenden Kontrastumfang. Der Schwarzwert hinterlässt ebenfalls einen durchwegs positiven Eindruck. Während die englische Tonspur wahlweise in Dolby Atmos oder einer DTS-HD 7.1 Abmischung zu genießen ist, muss sich die deutsche Synchronfassung mit einer Abmischung in DTS-HD 5.1 zufriedengeben. Diese zeichnet sich zwar durch eine sehr saubere, gut ausbalancierte Wiedergabe mit atmosphärischer Raumwirkung sowie einer ansprechende Dynamik aus, und bietet zudem auch durchaus kraftvolle Effekte, bleibt insgesamt aber hinter der englischen Abmischung zurück, die sich noch räumlicher gibt und eine gezieltere Wiedergabe von Umgebungsgeräuschen und Surroundeffekten liefert. Cover & Bilder © Plaion Pictures Das Fazit von: MarS
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