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Echoes of Aincrad - Sword Art Online
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BEWERTUNG |
29.07.2026 von XthoniosEndlich ein SAO-Spiel, welches nicht nur die Geschichte von Kirito widerspiegelt, sondern Aincrad mit dem eigenen Charakter erleben. Wird der der Traum vom eigenen Abenteuer in Aincrad eines jeden SAO-Fans endlich Wirklichkeit oder nur ein weiterer SAO-Abklatsch?
Einleitung – Zurück nach Aincrad
Genau an diesem Punkt setzt Echoes of Aincrad an. Anders als viele frühere SAO-Spiele übernimmt man diesmal nicht die Rolle von Kirito, sondern erstellt einen eigenen Charakter und erlebt die Ereignisse parallel zur bekannten Anime-Handlung. Dadurch entsteht eine deutlich frischere Perspektive auf die ersten Tage der Katastrophe. Die bekannten Figuren wie Kirito, Asuna, Klein oder Argo treten zwar auf, stehen aber nicht permanent im Mittelpunkt. Stattdessen begleitet man neue Charaktere, allen voran den Beta-Tester Iori, dessen Geschichte einen großen Teil der Handlung trägt. Schon in den ersten Spielstunden entsteht das Gefühl, endlich das SAO-Spiel zu erleben, das viele Fans seit Jahren gefordert haben: den Weg von Ebene 1 an selbst zu bestreiten und die beklemmende Atmosphäre einer Welt zu spüren, in der jeder Kampf endgültige Konsequenzen haben kann.
Zwischen großer Leidenschaft und verpassten Chancen Nach vielen Stunden in Aincrad bleibt bei mir ein gemischter, insgesamt aber positiver Eindruck zurück. Was Echoes of Aincrad besonders gut gelingt, ist die Atmosphäre. Bereits beim Betreten der ersten Siedlungen spürt man die Unsicherheit der Spieler, die noch nicht verstanden haben, was mit ihnen passiert ist. Während frühere SAO-Spiele häufig wie Fanservice-Projekte wirkten, versucht dieses Spiel tatsächlich, die emotionale Seite der Vorlage einzufangen. Die Angst vor dem Tod, soziale Spannungen innerhalb der Community und die psychischen Belastungen durch das Eingesperrtsein werden überraschend ernst behandelt.
Als langjähriger SAO-Fan gefiel mir besonders die Entscheidung, Kirito nicht erneut zum allmächtigen Mittelpunkt zu machen. Stattdessen beobachtet man die bekannten Ereignisse aus einer anderen Perspektive. Dadurch werden selbst vertraute Momente wieder spannend, weil man nicht automatisch weiß, wie sich die eigene Geschichte entwickeln wird. Für mich ganz einer der größten Fortschritte der gesamten SAO-Spielreihe.
Doch leider zeigt sich nach etwa 15 bis 20 Stunden auch die Kehrseite des Spiels. Einer meiner Kritikpunkt betrifft leider die fortschreitende Monotonie. Anfangs wirken die Kämpfe frisch und fordernd, doch bereits im Mittelteil hat man einen Großteil der spielerischen Möglichkeiten gesehen. Neue Mechaniken werden nur begrenzt eingeführt, wodurch viele Gefechte zunehmend ähnlich verlaufen. Was zu Beginn spannend war, entwickelt sich später stellenweise zu Routinearbeit. Hinzu kommt die geringe Gegnerabwechslung. Zu oft sind es immer wieder die gleichen Gegnertypen. Obwohl Aincrad grundsätzlich eine riesige Welt voller Möglichkeiten bietet, begegnet man im Verlauf immer wieder ähnlichen Gegnertypen. Leider verliert die "offene" Welt dadurch auch an Reiz und man reist nur noch von Wegpunkten zu Wegpunkten, um die Quest schnellstmöglich abzuschließen. Auch das Questdesign erreicht nicht durchgehend das Niveau der Hauptgeschichte. Viele Nebenaufgaben folgen klassischen MMORPG-Mustern: Gegner besiegen, Gegenstände sammeln oder bestimmte Orte besuchen. Das passt zwar thematisch zum SAO-Universum, sorgt aber dafür, dass sich einige Spielabschnitte unnötig strecken. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Spielstruktur. Das Wechseln von Waffen oder Ausrüstungen ist teilweise umständlich gestaltet und zwingt den Spieler mehrfach zu unnötigen Wegen und Menüs. Gerade bei einem Action-RPG, das eigentlich zum Experimentieren motivieren möchte, wirkt diese Designentscheidung überraschend altmodisch. Versteht mich bitte nicht falsch, Echoes of Aincrad besitzt hervorragende Grundlagen, nutzt sein Potenzial aber nicht vollständig aus. Das Spiel macht viele Dinge erstmals richtig, schafft jedoch noch nicht den endgültigen Durchbruch, den sich Fans seit Jahren wünschen. Man kann also nur hoffen, dass vielleicht im Rahmen von Erweiterungen oder möglichen Anpassungen dem Spieler noch mehr geboten wird.
Technische Umsetzung auf der Playstation
Auf der Playstation präsentiert sich Echoes of Aincrad insgesamt in einem guten technischen Zustand. Optisch überzeugt das Spiel vor allem durch seine weitläufigen Landschaften und die detailreiche Darstellung der ersten Aincrad-Ebenen. Die Spielwelt transportiert den typischen Anime-Look, ohne dabei übertrieben künstlich zu wirken. Insbesondere Städte, Wälder und Dungeon-Bereiche schaffen es, die Welt lebendig erscheinen zu lassen.
Die Grafik gehört für mich ausdrücklich zu einem der stärksten Bereiche des Spiels. Die Charaktermodelle sind sauber umgesetzt und die bekannten SAO-Figuren lassen sich sofort erkennen. Gleichzeitig profitieren die Zwischensequenzen von einer ordentlichen Kameraführung und guter Inszenierung, wodurch emotionale Storymomente wirkungsvoll transportiert werden.
Bei der Performance liefert die PS5-Version überwiegend stabile Ergebnisse. Größere technische Katastrophen oder gravierende Framerate-Einbrüche konnte ich nicht wirklich feststellen. Jedoch ist nicht alles ist perfekt. Animationen wirken gelegentlich etwas steif, einige Menüs könnten moderner gestaltet sein und die offene Welt erreicht nicht immer die Detaildichte aktueller Genre-Größen.
Besonders wer direkt von Titeln wie Elden Ring oder Final Fantasy VII Rebirth kommt, wird feststellen, dass Echoes of Aincrad technisch eine Klasse darunter spielt. Der Soundtrack passt dafür hervorragend zur Vorlage. Ruhige Musikstücke in den Städten wechseln sich mit dramatischen Kampfkompositionen ab und unterstützen das Gefühl, tatsächlich Teil des SAO-Universums zu sein. Die Vertonung trägt erheblich zur Atmosphäre bei und gehört für mich zu den unterschätzten Stärken des Spiels.
Cover & Bilder © ©2020 REKI KAWAHARA/KADOKAWA CORPORATION/SAO-P Project ©Bandai Namco Entertainment Inc. Das Fazit von: Xthonios
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Für viele Anime-Fans begann die Faszination von Sword Art Online (SAO) im Jahr 2012 mit einer einfachen, aber genialen Prämisse: Tausende Spieler loggen sich in ein revolutionäres Virtual-Reality-MMORPG ein und stellen fest, dass sie die Spielwelt nicht mehr verlassen können. Wer im Spiel stirbt, stirbt auch in der Realität. Der einzige Ausweg besteht darin, alle 100 Ebenen des gigantischen Himmelschlosses Aincrad zu bezwingen.
Auch das Kampfsystem hinterließ bei mir meist einen positiven Eindruck. Die Mischung aus leichten und schweren Angriffen, verschiedenen Waffenklassen sowie freischaltbaren Sword Skills sorgt zunächst für abwechslungsreiche Kämpfe. Besonders gelungen ist das Parier-System, das präzises Timing belohnt und den Auseinandersetzungen eine gewisse Dynamik verleiht. Gleichzeitig bringt das Begleitersystem zusätzliche taktische Möglichkeiten ins Spiel. Diese Begleitermechanik ist für mich - auch angelehnt an die Serien - als eines der besten Features des gesamten Spiels. Darüber hinaus überzeugt die Charakterentwicklung. Neue Fähigkeiten freizuschalten, Ausrüstung zu optimieren und die Beziehung zu Begleitern auszubauen erzeugt einen angenehmen Fortschrittsrhythmus.Gerade SAO-Fans dürften Freude daran haben, ihren eigenen Avatar durch die Welt von Aincrad zu führen und dessen Entwicklung aktiv zu gestalten.


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