Dizzle

Dizzle

Genre: Würfelspiel
Autor: Ralf zur Linde
Spieleverlag: Schmidt Spiele
Empfohlenes Alter: 8
Spieldauer: 30 Minuten
Anzahl Spieler: 1-4

Dizzle   21.08.2019 von Born2bewild

Ein Würfelspiel, bei dem man Würfel auf ein Blatt Papier legt. Das könnte schon die Beschreibung zu Dizzle sein, würde ihm aber in keiner Wiese gerecht, denn das Platzieren der Würfel hat es in sich. Warum das so ist, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Spielmaterial und Spielaufbau

 

Das Spielmaterial besteht aus einem Block, der beidseitig bedruckte Blätter enthält, die in verschiedenen Farben, kennzeichnend für vier verschiedene Schwierigkeitsgrade oder Level, markiert sind. Positiv fällt gleich beim ersten Blick auf, dass die Blätter am Rand einen Wertungsteil haben, der mit seiner Illustration schon fast selbsterklärend wirkt. Die dreizehn Würfel sind schlicht gehalten und zweckmäßig. Positiv zu erwähnen ist noch, dass bereits vier Stifte beigelegt sind. Diese machen qualitativ auch einen sehr soliden Eindruck und ließen in ihrer Farbkraft während unseres Tests nicht nach. Zur Spielvorbereitung wird eine Anhand der Spielerzahl zu bestimmende Anzahl der Würfel in die Mitte gelegt und jedem Spieler ein Notizblatt in der gleichen Farbe mit Stift zugeteilt. Dann streicht der Startspieler auf seinem Rundenmarker die eins durch und startet das Spiel mit dem ersten Wurf.

 

Ziel des Spiels

 

Die Spieler versuchen die in der Mitte liegenden Würfel reihum möglichst sinnvoll auf Ihrem Blatt abzulegen. Je nach Spieleranzahl gibt es unterschiedlich viele Runden. Sind alle Runden gespielt, wird anhand der Positionen der Würfel ausgewertet. Hat man zum Beispiel waagrechte oder senkrechte Reihen voll oder bestimmte Sonderfelder belegt, bekommt man Bonuspunkte. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

 

Anleitung

 

Im Prinzip ist Dizzle nicht sonderlich schwierig. Dennoch wirkt die Anleitung mit sechs Seiten sehr umfangreich. Sie erläutert die Legeregeln für die Würfel sehr genau und beschreibt auch auf den letzten drei Seiten ausführlich die Bedeutungen der Sonderfelder und der Solo-Variante. Somit sind es nur noch drei bis vier Seiten, die zu lesen sind. Diese sind sehr verständlich und mit einigen Beispielbildern gut beschrieben, sodass man keine zehn Minuten zum Verstehen der Regeln benötigt.

 

Alea iacta est - Die Würfel sind gefallen…

 

…und das zur ersten Runde. Der Startspieler darf sich nun als Erster einen Würfel aussuchen und auf seinem Blatt ablegen. Diesen darf er an ein bereits angekreuztes Feld anlegen. Dabei sollte er beachten, welche Würfel noch auf dem Tisch liegen, welche die Mitspieler noch nehmen könnten und wie er in den nächsten Zügen vorgehen möchte. Hat er sich entschieden und den Würfel abgelegt, ist der nächste Spieler an der Reihe. War jeder einmal dran, ändert sich die Regelung für das Ablegen der Würfel. Dann dürfen die Würfel nur noch horizontal oder vertikal neben andere Würfel gelegt werden. Natürlich versuchen die Spieler sich gegenseitig die Würfel abzuluchsen und so im Idealfall auch noch Sonderfelder zu belegen. Sollte man in die missliche Lage kommen, dass kein Würfel angelegt werden kann, hat man die Wahl, die übrigen Würfel noch einmal zu würfeln oder zu passen. Der Nachteil bei der ersten Variante ist, dass wenn man dann immer noch keinen Würfel ablegen kann, einen bereits gelegten zurück in die Mitte legen muss. Das kann einem beim Passen nicht passieren, dafür hat man in dieser Runde aber keinen weiteren Zug mehr. Hin und wieder kann es passieren, dass man neben seinen Würfeln keine freien Felder mehr hat. Dann gilt die Legeregel aus der ersten Runde und man kann einen Würfel an ein beliebiges Kreuz anlegen. Sobald alle Würfel aus der Mitte aufgebraucht sind oder alle Spieler gepasst haben, kreuzt jeder Spieler die Felder, auf denen sich Würfel befinden ab. Dabei gibt es je nach Level die Aktionen der Sonderfelder zu beachten und durchzuführen. Dann erhält der Spieler links vom Startspieler die Würfel und beginnt die nächste Runde als neuer Startspieler. Sobald alle Runden gespielt sind, also jeder Spieler die letzte Runde auf seinem Blatt durchgestrichen hat und diese auch zu Ende gespielt wurde, endet das Spiel. Dann wird Bilanz gezogen und die Punkte entsprechend der schön illustrierten Wertungsbereiche auf den Notizblättern addiert. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

 

Bildergalerie von Dizzle (10 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 1 Block mit vier unterschiedlichen Leveln
  • 13 Würfel
  • 4 Stifte
  • 1 Spielanleitung

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Dizzle ist mit seinen etwa zwanzig Minuten Spieldauer und den relativ einfachen Regeln ein sehr kurzweiliges Spiel, das man gut mal zwischendurch oder als Absacker spielen kann. Durch die verschiedenen Level kann man auch den Schwierigkeitsgrad verändern und bekommt ein wenig Abwechslung. Man kann es relativ simpel spielen oder aber auch eine Wissenschaft daraus machen. Ich habe mich eher darauf beschränkt, zu schauen was passt bei mir und welchen Würfel nehme ich am besten, damit ich beim nächsten Zug nicht leer ausgehe. Diese Taktik ist zwar nicht aufgegangen, aber ich schaffe das schon noch ;). Was mir nur im Zuge des Papierkriegs kam, war eine Appunterstützung, vielleicht wäre es ja eine Variante das man die Würfel dann auf ein Tablet legt? Das aber nur ein flüchtiger Zukunftsgedanke, denn aktuell kann man zumindest die Blöcke nachbestellen. Für mich gute 8/10 Punkte für ein interessantes und einfaches Spielprinzip.

Josi:

Ich gehe noch eins weiter als Alex und würde hier 9/10 Punkten vergeben, da das Spielprinzip zwar leicht ist, aber die Durchführung wirklich knifflig werden kann und viel Taktik voraussetzt, wenn man gewinnen möchte. Ich mag das Spiel sehr gern.


Die letzten Artikel des eingeschworenen Redaktions-Teams in leidenschaftlicher Kooperation:




Kommentare[X]

[X] schließen